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Vollständige Version anzeigen : Frauenfeind


Ioreth
17.02.2008, 22:17
Also wie in "Hallo" erwähnt wird Tolkien aus verschiedenen Gründen Sexismus vorgeworfen:

Ioreth:

Glaube ich nicht aber es wurde so begründet:
Sexist:


* Es gibt genau sieben Frauen im Herrn der Ringe
* Keine Frau in einer Schlüsselrolle oder bei den Gefährten
* Frauen im allgemeinen als wenig verlässlich und nur für die Ehe geeignet dargestellt




Darauf Flinkfuß:

...außerdem sind auch jetzt noch in den meißten bücher die hauptfiguren (die mehrheit davon) immernoch männer.
siehe hp:
Hauptfiguren:
Lord Voldemord (mänlich)
Harry Potter (mänlich)
Ronald Weasly (mänlich)
Hermine Granger(weiblich)

und joanne k. rowling ist bestimmt für frauen (sie ist nämlich weibl.)
und ich wird trotzdem nicht sagen sie ist ein sexsist

Ich weiß nicht recht, "das ist immernoch meistens so deshalb kann es nicht falsch gewesen sein" klingt als Argument nicht besser als "das haben wir schon immer so gemacht".

Man könnte sicher aus dem Text ableiten, dass Tolkien nicht viel von Frauen gehalten hat. Und es vermutlich mit seiner Biographie untermauern. Ich meine die Ehe mit ihm war für die arme Edith ja kein Zuckerschlecken weil er sich lieber mit seinen (männlichen) Freunden befasst hat.
[Editiert von Ioreth am 17.02.2008 um 22:29]

ArwenBaggins
17.02.2008, 22:41
Ja, ich denke auch, dass er "etwas" sexistisch war, aber zum Ausgleich gab's ja auch Eowyn, die sich als Mann verkleidete und niemand bemerkte, dass sie eine Frau war, weil sie genauso reiten, kämpfen, etc. konnte wie ein Mann.

Ioreth
17.02.2008, 22:50
Und dann ist da ja Ihre glühende Ansprache "...Was fürchtet Ihr meine Lady" "Einen Käfig, eingesperrt werden bis Alter und Gewohnheit es zur Normalität machen..."
Ich wei'ß nicht den genauen Wortlaut und bin zu faul um nachzuschlagen. Aber das zeigt meiner Meinung nach, dass er Frauen sowohl Verstand wie auch Mut zutraut. Und Im Silmarillion- Tinuviel?
Ich persöhnlich glaube das Tolkien seiner Zeit beinahe schon voraus war. Ich meine in was für einer Gesellschaft hat er denn gelebt! Ich denke nicht das er Frauen bewusst ausgegrenzt hat weil er sie für unfähig oder unwichtig gehalten hat, sondern, dass in seiner Vorstellung eine Gruppe von Abenteurern automatisch aus Männern betsand. Ich finde sogar, dass es für seine Zeit eine Menge starker Frauen in seinen Büchern hat und doch immer wieder ihren Mut betont.

ArwenBaggins
18.02.2008, 00:12
Ja, der Meinung bin ich auch: zu seiner Zeit waren die Geschlechterrollen eindeutig, es war eben normal"sexistisch zu denken". Und trotzdem hat er auch starke Frauen in seine Geschichten eingebaut.


Und auch mit deswegen fand ich es bei PJs Verfilmung auch nicht so schlimmm, als er Arwen etwas mehr hervorgehoben hat als es sich manche gewünscht hätten. (Auch wenn das hier viell. nicht ganz so zum Thema passt)

Ioreth
18.02.2008, 18:56
Naja, ich fand es deshalb beinahe noch schlimmer als sowieso. Wenn einfach keine Frauen da sind akzeptiert man diese Abwesenheit. (Man kann es ja auch als Emanzipation sehen nicht zu glauben das Männer und Frauen gleich sind, sondern gleichwertig. Das lässt durchaus verschiedene Aufgaben zu.) Aber wenn Arwen unterwegs ist um Frodo zu suchen und sich mit den Ringgeistern anlegt, dann hat sie die gleichen Aufgaben wie ein Mann, warum kann also keine Frau bei den Gefährten sein? Ganz klar: Elrond traut es keiner zu!

ArwenBaggins
18.02.2008, 22:01
Hm, keines der Völker hat Frauen zu Elrond's Rat geschickt, daher war auch keine Frau anwesend, um ihre Hilfe anzubieten... Die Gefährten wurden ja nicht von Elrond gewählt, es war ihre freie Entscheidung, sich Frodo anzuschließen.
Daher bin ich nicht der Meinung, dass es an Elrond lag.


Aber soweit ich weiß hat PJ sogar überlegt, Sam weiblich zu besetzen, um eine weibliche Gefährtin einzubauen, die Idee wurde aber wieder verworfen.
Daher find ich die Idee, Arwen satt dessen etwas "wichtiger" zu machen, zieml. gelungen.

Ioreth
18.02.2008, 22:59
Was ich meine, ist ja das Elrond auch aus seinem Haushalt nicht eine Frau einlädt oder vorschlägt. Das Gleiche trifft natürlich auf die Gesandten der anderen Völker zu. Wenn es Jobe der Männer ist unterwegs zu sein und mit Schwertern zu fuchteln und Frauen anerkannt und gewürdigt andere Aufgaben wahrnehmen (so habe ich Tolkien immer interpretiert- bis auf wenige Frauen die unterdrückt werden. Aber das wird ja auch als Übel bezeichnet) dann ist das OK, aber wenn Frauen als Waldläufer in der Nähe von zu Hause spielen dürfen, aber nicht auf eine längere Reise gehen, dann scheint es als ob man sie ihnen nicht zutraut.

(BTW: die Szene fand ich zwar nicht gut aber konnte damit leben. Was mich wirklich genervt hat war dieser Romantik-Quatsch- schick AArwen weg, achnee doch nicht, bla.)